Zwei Pianisten, die sich – so wie die Geschwister Sophie und Vincent Neeb – zum Klavierduo zusammengefunden haben, teilen sich häufig ein Instrument. Ungewöhnlich ist allerdings, dass auch die beiden Werke, die auf dem Programm stehen, im Zusammenwirken zweier Komponisten entstanden sind: Robert Schumann und Johannes Brahms. Die wechselseitige Anerkennung und Bewunderung füreinander führten zu einer engen Freundschaft, die Brahms nach Schumanns Selbstmordversuch mehrfach musikalisch verarbeitete, so in Variationen über Schumanns geheimnisvolles „Geisterthema“ und einer Bearbeitung des großartigen Klavierquartetts für Klavier zu vier Händen.