Die LMN-Künstlerin Sarah Luisa Wurmer steht auf der Shortlist des Musikpreises der deutschen Wirtschaft 2026. Damit gehört sie zu den drei nominierten Künstlerinnen und Künstlern für den mit 15.000 Euro dotierten Preis, der seit 1953 vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft an junge Talente unter 30 Jahren im deutschsprachigen Raum vergeben wird.
Die Zither und ihre vielen Gesichter
Sarah Luisa Wurmer ist eine der wenigen Musikerinnen, die das Instrument Zither so konsequent in seiner ganzen Breite erschließt. Neben der Konzert-Diskantzither spielt sie die barocke Altzither „Cetra Nova“, die seltene Basszither sowie die mongolische Wölbbrettzither „Yatga“. Ihr Repertoire verbindet zeitgenössische Werke und moderne Spieltechniken mit Alter Musik in historisch angenäherter Klangfarbigkeit. Interdisziplinäre Projekte und kulturell vielfältige Veranstaltungsformate sind ihr dabei ein zentrales künstlerisches Anliegen.
Studium und Ausbildung an der HMTM
Sarah Luisa Wurmer studiert an der Hochschule für Musik und Theater München im Masterstudiengang Zither in der Klasse von Tajda Krajnc. Zuvor hatte sie dort sehr erfolgreich den künstlerischen Bachelor in der Klasse von Prof. Georg Glasl abgeschlossen und war bereits als Jungstudentin an der HMTM. Ihre Ausbildung umfasst auch internationale Meisterkurse, darunter einen Kurs zu Jiddischer Instrumentalmusik mit Schwerpunkt auf griechisch-türkisch-jiddischen Verbindungen beim Yiddish Summer Weimar 2022 sowie „Dialoge mit Yatga und Zither“ unter der Leitung von Prof. Munkh-Erdene Chuluunbat.
Wettbewerbserfolge und Auszeichnungen
Sarah Luisa Wurmer ist mehrfache Preisträgerin des Wettbewerbs Jugend musiziert: 2018 und 2019 erhielt sie jeweils den 1. Bundespreis, einmal in der Kategorie Zither solo und einmal in der Kategorie Zupfensemble. 2018 wurde sie zusätzlich mit dem Sonderpreis des Musikhauses Thomann für eine herausragende Darbietung in der Kategorie Zupfinstrumente Solo ausgezeichnet. 2023 stand sie als Finalistin des Berlin Prize for Young Artists auf der Shortlist dieses internationalen Wettbewerbs für neue Konzertkonzepte und besondere Kunsterlebnisse, kuratiert vom VAN Magazin in Kooperation mit der Bank Julius Bär.
Konzerte, Kooperationen und Uraufführungen
Als Konzertkünstlerin debutiérte Sarah Luisa Wurmer u.a. beim Marler Debüt, dem Kammerkonzert im Stadttheater Marl, und trat als Zithersolistin bei der Operetten-Gala der Bad Reichenhaller Philharmonie unter Generalmusikdirektor Christian Simonis auf. Sie spielt in verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen und wirkt an Klanginstallationen, Bühnenproduktionen und Uraufführungen mit, darunter Werke der Komponistinnen und Komponisten Alan Bern, Dorothea Hofmann, Eva Kuhn, Stefan Schulzki und Alois Späth. Beim Mozartfest Würzburg nahm sie am Stipendienprogramm MozartLabor, Sektion Konzertdesign, teil.
Förderungen
Seit 2020 wird Sarah Luisa Wurmer durch das Max Weber-Programm des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst gefördert, eines der renommiertesten Begabtenstipendien im Freistaat. Sie ist zudem Stipendiatin von YEHUDI MENUHIN Live Music Now München.
Der Musikpreis der deutschen Wirtschaft
Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft unterstützt seit 1953 junge, aufstrebende Talente im Bereich Musik. Zu Beginn einer Musikkarriere soll er als kraftvolle Unterstützung dienen und richtet sich an Musikerinnen und Musiker unter 30 Jahren im deutschsprachigen Raum mit erkennbarem Potenzial für eine erfolgreiche Laufbahn. Die drei nominierten Künstlerinnen und Künstler werden sich in einem öffentlichen Finalkonzert am 30. April 2026 im Konzerthaus Berlin der Jury sowie dem Publikum präsentieren. Die Jurysitzung findet direkt im Anschluss statt.
Das gesamte LMN-Team freut sich mit Sarah Luisa Wurmer über diese außergewöhnliche Anerkennung und drückt ihr für das Finalkonzert in Berlin fest die Daumen.

